Südtiroler Wildkräuter Knödel mit gebräunter Butter & Parmesan

Sehnsucht nach Südtirol * Knödel à la Markus Thurner

Die Sehnsucht zu reisen treibt uns hinaus in die Welt. Dabei muss es keine Fernreise sein. Solange wir uns bis zu unserer nächsten Reise gedulden müssen, können wir in der Küche gefahrlos um den Globus kurven. Heute geht es gar nicht so weit weg: wir machen eine kulinarische Reise nach Südtirol. Die alpin-mediterrane Vielfalt der Südtiroler Küche nimmt sich das Beste aus zwei Welten: Aus Italien Pizza und Pasta bis hin zu der Südtiroler Alpenküche wie Kaspressknödel und Nocken oder Südtiroler Apfelstrudel, Kaiserschmarrn oder das bekannte Schüttelbrot. Heute gibt es Kräuterknödel nach einem Rezept aus einem Kochkurs im Hotel Pfösl in Südtirol mit Chefkoch Markus Thurner.  Perfekt, um die Wartezeit bis zur nächsten Reise über die Alpen zu überbrücken.

ZUTATEN für 8 Knödel

  • 1 Zwiebel, ca. 60 g
  • 200 g frische Wildkräuter, fein gehackt
  • 2 EL Butter
  • 2 Eier
  • 50 ml Milch
  • 8 Würfelstücke Gorgonzola
  • 1 EL Mehl
  • 150 g Knödelbrot, klein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Msp. Muskat
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle

Weiteres:

  • 40 g Parmesankäse, gerieben
  • 80 g Butter, gebräunt
  • Wer mag: Speckwürfel

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ZUBEREITUNG

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, klein schneiden und in der Butter dünsten. Die Milch kurz aufkochen.

Weißbrot in eine Schüssel geben. Kräuter, heiße Milch, Eier, Mehl, Salz & Pfeffer dazugeben und kräftig durchkneten. Etwa 15 Minuten ruhen lassen. Inzwischen  einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Mit nassen Händen Knödel formen und in die Mitte ein Stück Gorgonzolakäse geben.

Die Knödel in das kochende Salzwasser geben und 10 – 12 Minuten köcheln lassen. Die Knödel rausnehmen mit Parmesankäse und gebräunter Butter servieren. Soulfood pur!

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Tipp:

Klassische Variante: mit ausgelassenen Speckwürfeln.

Vegetarische Variante: mit frischen Wildkräutern und geschmorten Datteltomaten.

Das Blogevent Heim- & Fernweh-Küche“ von  Zorra vom Kochtopf.me   und Wilma von Pane-Bistecca   kam gerade passend um meine Südtiroler Knödel zu präsentieren.
Blog-Event CLXIII - Heim- & Fernweh-Küche (Einsendeschluss 15. Mai 2020)

Spicy Kürbis-Gemüse-Suppe

Die etwas andere Kürbissuppe à la Mr. M gegen Herbstfrust und Winterkälte.

Orange ist das Suppenglück!

Ja – der Herbst ist da: nasskalt, die Tage werden kürzer, die Blätter fallen, der Kürbis ist auch schon da und mit ihm wieder die Zeit für Kürbissuppen. Man kann sie auf viele Varianten zubereiten: klassisch, asiatisch, exotisch….

Ohne den Kürbis läuft im Herbst nichts. Er schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch noch sehr gesund. Ein Lieferant für Vitamine und Mineralstoffe (u.a. Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen) und Ballaststoffe.

Den Sommerkürbis „Zappho“ hatte ich euch bereits vorgestellt. Heute ist der Hokkaido dran. Leuchtend orangefarben  – so präsentiert er sich und möbelt den tristen Herbst auf. Und das tolle an ihm ist – man kann ihn mitsamt der Schale zubereiten. Mit weiteren farbenfrohen Zutaten wie Rosenkohl, Chili und Äpfeln gibt die Suppe ganz viel Aroma her. Zugegeben: es war ein Experiment, den Kürbis mit Rosenkohl & Co zu verarbeiten! Aber es hat sich gelohnt: herbstlich – herzhaft – köstlich!

Los geht’s: den Speck in die Pfanne und ab an die Suppentöpfe!

ZUTATEN für ca. 8 Personen

1 kg Hokkaido, waschen, halbieren, vierteln, entkernen + in ca. 2 cm große Stücke schneiden

900 g Kartoffeln, schälen und in grobe Stücke schneiden

100 g Dürrfleisch in kleine Würfel schneiden

2 Schalotten, klein hacken

1 Zwiebel rot, klein hacken

1 Knoblauchzehe, klein hacken

1 Chilischote, entkernen und in kleine Würfel schneiden

2 Äpfel, schälen, halbieren, vierteln, entkernen + grob würfeln

500 g Möhren, waschen + grob würfeln

9 Rosenkohlröschen, waschen, putzen + halbieren

1 Pastinake, schälen + in kleine Würfel schneiden

1 Stück Ingwer (daumengroß) schälen + in kleine Würfel schneiden

3 Stangen Zitronengras, in sehr dünne Ringe schneiden + in heißem Wasser einweichen (ca. 30 min) + dann abgießen

ca. 900 ml Wasser – je nach Bedarf auch mehr, muss man sehen

ca. 4 EL Gemüsebrühe ohne Hefe (Würze)

Saft von 2 Orangen oder Orangensaft

1 Bund glatte Petersilie, klein hacken

Olivenöl

Salz

1 Msp. Cayennepfeffer

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Rosenkohl-Parade:-)

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ZUBEREITUNG

Dürrfleischwürfel in einer Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzen. Schalotten, Zwiebel, Knoblauch, Pastinake und Chilischote dazugeben und 5 min dünsten. Mit Salz und 1 Msp. Cayennepfeffer würzen.

Dann das Kürbisfleisch dazugeben. Die Kartoffeln, Äpfel, Möhren, Rosenkohl, Ingwer, Zitronengrasringe zugeben. Mit Wasser auffüllen, die Gemüsebrühe dazu und ca. 20 min köcheln lassen bis alles gar ist. Orangensaft dazugeben, verrühren und pürieren. Evtl. noch mit Salz und Cayennepfeffer (Vorsicht bei der Dosis) abschmecken.

Mit etwas Petersilie garniert servieren.

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Soulfood vom Feinsten!

Da kann ich nur noch sagen: Guten Appetit!