Selbstgemachte Loewenzahn-Butter

Frühlingsbote Loewenzahn: Unkraut oder Heilpflanze?

Im Frühjahr ist er nicht zu übersehen: auf dem Markt, beim Streifzug durch den Garten und auf jeder Wiese ist er zu finden.

Die einen halten Löwenzahn für ein lästiges Unkraut, die anderen benutzen ihn in der Küche für einen leckeren Salat oder schätzen ihn für seine heilende Wirkung – in der Naturheilkunde unterstützt Löwenzahn die Funktionen von Leber, Galle und Niere. Der Name „Bettpisser“ (aus dem Französischen für „pissenlit“) weist auf seine harntreibende Eigenschaft hin. Löwenzahn gehört zu den essbaren Wildkräutern. Die jungen Blätter enthalten weniger Bitterstoffe und können vielseitig eingesetzt werden.

Als Butterkönigin 2016 – mit meinem Kräuterbutter-Rezept räumte ich den 1. Platz ab – gibt es natürlich ein Butterrezept 🙂 Wer was Schokoladiges mag – ist hier richtig: Schoko-Erdbeer-Butter und Schoko-Butter.

ZUTATEN

  • 100 g weiche Butter
  • 10 Löwenzahnblüten
  • 70 g Löwenzahnblätter, klein gehackt
  • ½ Knoblauchzehe, fein gehackt
  • Bio-Kräutersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 2 EL Zitronensaft

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ZUBEREITUNG

Die Löwenzahnblüten kurz unter fließendem Wasser waschen, trocken tupfen (am besten nur kurz ausschütteln) und den Blütenboden entfernen. 1 EL Butter in einer kleinen Pfanne auslassen und die Blüten darin kurz andünsten. Butter mit den Löwenzahnblüten und den kleingehackten Löwenzahnblättern vermischen. Knoblauch, Zitronensaft, Kräutersalz, Pfeffer und Cayennepfeffer dazu und alles gut vermischen. Fertig! Etwas Baguette dazu ….

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Das Löwenzahnbutter-Rezept paßt gut zu dem Thema Frühling auf dem Teller, ein Blogevent von den Gastgeberinnen Zorra vom Kochtopf und Britta von Backmädchen 1967 – Danke euch Beiden für die frühlingshafte Idee!

selbstgemachte Kraeuterbutter

Kräuterbutter mit Schuss

Wenn ich ehrlich bin – meine Kräuterbutter hat mir schon immer sehr gut geschmeckt 🙂 Bis ich vor Jahren die Kräuterbutter im Restaurant „Le Bouchon“ in Saarbrücken probiert habe. Hier gab es immer vorneweg Baguette mit Kräuterbutter. Und gerade diese Kräuterbutter war besonders lecker! Ich bin aber nicht dahinter gekommen, was es ausmacht. Dann habe ich Frau Schauenburg gefragt und besagte Zutat war Ricard – ein Anisschnaps.

Seitdem kommt in meine Kräuterbutter noch ein Schuss Ricard hinzu. Das macht es aus!

Ich nehme die Kerrygold-Butter, da sie – selbst direkt aus dem Kühlschrank –  stets streichfähig ist.  Mit frischen Kräutern aus dem Garten – am liebsten Petersilie – ob kraus oder glatt – finde ich sie am besten. Sollte nicht genug Petersilie zur Verfügung stehen, mische ich auch Schnittlauch drunter.

Der Knoblauch sollte sehr klein gehackt werden und der Keim muss entfernt werden (damit wird ein guter Teil des unangenehmen Duftanteils im Knoblauch eliminiert).

ZUTATEN

250 g Kerrygold-Butter

eine gute Handvoll gehackte Petersilie

2 Zehen Knoblauch, sehr klein gehackt

Salz

Pfeffer

1 Messerspitze Paprika

1 Spritzer Zitrone

1 EL  RICARD (gerne auch etwas mehr)

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ZUBEREITUNG

Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Alle Zutaten gut vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ab in den Kühlschrank damit und nicht vergessen sie wieder rechtzeitig vor dem Verzehr rauszunehmen!

Schmeckt sehr gut auf frischem Baguette oder geröstetem Brot! Ein idealer Begleiter zu gegrilltem Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Folienkartoffeln, Grillgemüse….

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Und … mit meinem Kräuterbutter-Rezept habe ich beim Kerrygold-Butterwettbewerb 2016  den 1. Platz ergattert!

Am Anfang habe ich mich kaum getraut, so was Alltägliches und Einfaches wie eine Kräuterbutter anzubieten. Aber manchmal  sind die  Grundrezepte die besten.

Butterkönig 2016
(C) Andreas Costanzo