Dicke Bohnen-Salat mit Pesto, Pistazien & Parmesan

Saisonal & Regional, aber wer kennt sie schon die Saubohnen alias Dicke Bohnen, Ackerbohnen oder Puffbohnen?

Sie haben viele Namen, sind ein uraltes Gemüse und etwas in Vergessenheit geraten. Höchste Zeit, sie wieder zu entdecken – ich habe sie auf dem Stadtbauernhof entdeckt! Die Schale täuscht, sie ist nicht genießbar. Aber darunter verbergen sich hellgrüne, zarte Kerne und die schmecken – wenn man sie gekocht hat – etwas süßlich und sehr zart. Roh essen sollte man sie nicht. Erhältlich sind sie von Juni bis Ende August. Der Name führt etwas in die Irre, in Wahrheit sind Dicke Bohnen gar keine Bohnenart, sondern gehören zu den Wicken. Die Kerne werden in der Regel in Salzwasser gekocht und anschließend als Beilage oder Salat gegessen oder zu Püree verarbeitet. Heute gibt es zunächst einen leckeren Salat und ist damit auch mein Beitrag zum Blogevent „Salat satt“ von zorra 1 x umrühren bitte aka Kochtopf und Susanne magentratzerl.de !

 

ZUTATEN für 4 Portionen

  • 1 Knoblauchzehe
  • 1,1 kg Saubohnen ergibt ca. 400 g gepulte Saubohnen
  • 1 Schalotte
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Pesto
  • ½  Zitrone  = 4 EL Zitronensaft
  • 2 EL geriebener Parmesan
  • 1 EL Pistazien
  • Salz und Pfeffer
  • Parmesanspäne
  • Etwas Schnittlauch

ZUBEREITUNG

Die Schalotte und den Knoblauch abziehen und in feine Würfel schneiden. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in kleine Röllchen schneiden. Die Pistazien grob zerhacken.

Die Bohnen aus den Schoten schälen, In kochendem Salzwasser ca. 6 min garen. Dann die Bohnen abschrecken und die graubraune Haut abziehen, dann ist das Gemüse noch zarter. Das geht leicht, man kann die Bohnen praktisch rausschnipsen. Wer mag, kann auch die Haut dran lassen. Bei ganz kleinen Bohnen braucht man die Haut nicht zu entfernen.

Öl in die Pfanne geben und erhitzen, die Schalotten- und Knoblauchwürfel dazugeben und dünsten. Pesto unterrühren und die Saubohnen dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Geriebener Parmesan und Schnittlauch unterheben. Mit zerhackten Pistazien und Parmesanspänen garnieren und lauwarm genießen.

 

 

Mapo Eggplant – Auberginen auf Szechuan Art

Vegetarische Variante

Auch heute machen wir wieder einen Kurztrip nach China. Auf der kulinarischen Reise mit Melissa gab es bisher den super knusprigen Schweinebauch – Siu Yuk und Mapo Tofu. Mapo Tofu und Mapo Eggplant sind einer der bekanntesten Gerichte der Szechuan-Küche und gehören zu den beliebtesten Gerichten Chinas. Heute gibt es die vegetarische Variante Mapo Eggplant.

ZUTATEN für 2 Personen

2 EL Erdnussöl

1 EL Ingwer, gehackt

1 EL Knoblauch, gehackt

3 EL Spicy Chilli Crisp-Sauce (gibt es im Asia-Laden z.B. von Laoganma)

1 große Aubergine (ca. 400 g)

1 EL heißes Wasser

1 Frühlingszwiebel oder etwas Schnittlauch zum Dekorieren

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ZUBEREITUNG

Die Aubergine waschen, abtrocknen, halbieren und dann in ca. 3 x 1 cm große Rechtecke schneiden.

Erdnussöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Ingwer und Knoblauch zugeben und kurz dünsten. Wenn es anfängt zu duften, gibt man die Spicy Chilli Crisp-Sauce hinzu.

Mit der Hitze etwas höher gehen, die Auberginenstücke dazugeben, alles verrühren und ca. 2 Minuten braten. Anschließend wieder die Hitze etwas reduzieren. 1 Esslöffel heißes Wasser am Rand der Pfanne hinzugeben und mit einem Deckel abdecken. Für ca. 5 min ziehen lassen.

Mit Frühlingszwiebeln oder geschnittenem Schnittlauch bestreuen.

Zu Mapo Eggplant passt am besten Reis.

Hummus – orientalisches Kichererbsenpüree

Everybody’s Darling

Kichererbsen sind eiweißreich, kalorienarm und lecker! Sie sind mittlerweile in Form von cremigem Hummus überall zuhause. Vor allem im arabischen und türkischen Raum ist der Klassiker nicht aus den Küchen wegzudenken. Aus pürierten Kichererbsen mit Tahini (eine Paste aus gerösteten und gemahlenen Sesamsamen) und bestem Olivenöl entsteht köstlicher Hummus. Tahini ist für den nussigen Geschmack von Hummus verantwortlich. Was außerdem noch in diese leckere Creme gehört, erfahrt ihr hier.

ZUTATEN

250 g Kichererbsen
1 Zehe Knoblauch
1 TL Paprikapulver, süß
4 EL Sesampaste
Etwas Wasser
5 EL Olivenöl
Saft von einer Zitrone
Salz, Pfeffer
Glatte Petersilie
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ZUBEREITUNG

Die Basis für Hummus sind Kichererbsen. Getrocknete Kichererbsen werden (am besten über Nacht) eingeweicht und am nächsten Tag in frischem Wasser ca. 1 Stunde weich gekocht (5 min im Schnellkochtopf!). Abseihen, etwas von dem gekochten Wasser beiseite stellen. Die Variante aus der Dose kann direkt verarbeitet werden.

Knoblauch auspressen. Alle anderen Zutaten (außer Olivenöl und Zitronensaft) im Mixer pürieren oder mit dem Pürierstab zerkleinern. Etwas vom Kochwasser oder Wasser hinzufügen. Am Schluss Olivenöl und Zitronensaft unterrühren. Wichtig: Hummus muss so richtig geschmeidig sein – nicht zu breiig und nicht zu fest.

Fertigen Hummus in flachen Schalen servieren, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit einigen Petersilienblättchen dekorieren.
Traditionell wird Hummus mit Fladenbrot gedippt. Im Nahen Osten ist er ein alltäglicher Begleiter zu anderen kleinen Vorspeisen und kleinen Häppchen, die man „Mezze“ nennt und er eignet sich ganz ausgezeichnet als Dip, zum Beispiel zu Rohkost oder auch als vegetarischer Brotaufstrich.

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Frühlingssuppe: Bärlauchsuppe mit Kokosmilch

Bärlauch – Der wilde Bruder des Knoblauchs

Die Saison ist eröffnet! Der Bärlauch zählt mit seinem knoblauchartigen Aroma zu den  Highlights des Frühlings. Ob Bärlauch-Pesto oder Bärlauch-Butter – dieses heimische Wildkraut ist vielseitig, wunderbar würzig und gesund!

Die ersten zarten Blätter zeigt er bereits im März. Er wächst vor allem an schattigen Plätzen auf feuchten Waldböden. Ab Mai beginnt der Bärlauch zu blühen und die Erntezeit endet dann bald.

Heute gibt es eine leckere Suppe mit exotischem Kick. Milder, leicht bärlauchiger Geschmack, einfach und schnell zubereitet! Und wenn man noch Butterschmalz durch Öl ersetzt, hat man sogar eine vegane Bärlauch-Suppe!

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ZUTATEN

250 g Bärlauch

2 EL Butterschmalz

2 Kartoffeln, ca. 200 g, gewürfelt

1 Schalotte, ca. 50 g, gewürfelt

600 ml Gemüsefond

100 ml Kokosmilch

S+P

1 Spritzer Zitrone

Optional: Mit einigen klein gehackten Bärlauchblättern und gerösteten Brotwürfeln servieren!

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ZUBEREITUNG

Butterschmalz in einem Topf auslassen. Die Schalotte darin kurz anschwitzen, dann die Kartoffelwürfel dazugeben und kurz mitrösten. Mit Gemüsefond ablöschen und ca. 20 min köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Bärlauchblätter gut waschen, grob zerkleinern und dazugeben. Die Kokosmilch unterrühren und ca. weitere 5 min köcheln lassen. Die Suppe pürieren und mit einem Spritzer Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Guten Appetit!

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Wintersalat in Rot: Rotkohlsalat & Granatapfelkerne

Ottolenghi läßt grüßen

Auch im Winter muss man nicht auf einen frischen, knackigen Salat verzichten. Mit diesem leckeren Rezept könnt ihr neuen Schwung in den Klassiker Rotkohl oder Blaukraut bringen.

An Yotam Ottolenghis Kochkunst liebe ich seine außergewöhnlichen und kreativen Geschmackskombinationen. Das Original-Rezept ist eine Wucht an Zutaten, intensiven Aromen, feiner Süße und Schärfe …. Ich habe sein Rezept etwas abgeändert und vereinfacht, herausgekommen ist eine rote Vitaminbombe für die triste Winterzeit.

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ZUTATEN für 4 – 6 Portionen

600 Rotkohl, in feine Streifen schneiden

1 Orange, filetieren und einige Filets zum Garnieren beiseite legen

1 rote Zwiebel, fein gewürfelt

1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt

1 rote Chilischote, fein gewürfelt

3 Blätter Wirsing

3 Blätter Endiviensalat

Kerne eines ½ -1 Granatapfels (je nach Größe)

80 g Cashewkerne

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Dressing

1 Limette

1 Orange

1 EL Honig

1 EL Sesamöl

2 EL Olivenöl

1 EL Sojasauce

Salz + Pfeffer

> Limette und Orange auspressen und mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit Salz + Pfeffer abschmecken.

ZUBEREITUNG

Die Salat- und Wirsingblätter waschen und in feine Streifen schneiden. Rotkohl färbt – daher empfehle ich Einmal-Handschuhe anzuziehen. Alle Zutaten – bis auf die Cashewkerne – in eine Schüssel geben und mit den Händen vermischen. Dressing dazugeben und gut vermischen und etwas ziehen lassen.

Die Cashewkerne in einer beschichteten Pfanne rösten. Anschließend etwas Butter dazugeben und verrühren. Die Butter etwas aufschäumen lassen und etwas Zucker dazugeben und unter ständigem Rühren karamellisieren lassen. Die Kerne herausnehmen und abkühlen lassen. ¾ der Kerne grob hacken und die restlichen Kerne zum Garnieren aufbewahren.

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Frei nach Ottolenghis Wintersalat, Originalrezept aus: Genussvoll vegetarisch – Yotam Ottolenghi, erschienen bei Dorling Kindersley, DK Verlag.  Unbedingt mal das Original ausprobieren!

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Irischer Klassiker: Colcannon Kartoffel-Wirsing-Topf

Ein Mitbringsel aus Irland: Kartoffelpüree mit Kohl und mit Butter verfeinert. Ein typisches Gericht aus Irland mit Suchtpotenzial, einmal dort gegessen und sofort nach dem Rezept gefragt. Et voilà – hier ist es!

ZUTATEN

500 g Kartoffeln

700 g Wirsing klein geschnitten (ohne Strunk)

1 große Zwiebel

1 Knoblauchzehe

130 g Butter

0,25 l lauwarme Milch

Salz

Frischen Pfeffer

1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben

2 Stiele glatte Petersilie

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ZUBEREITUNG

Wirsing waschen, putzen und klein schneiden. Kartoffeln schälen und halbieren, dann die Zwiebel, den Knoblauch und den Wirsing klein schneiden. Alles in einem Topf schichten: erst die Kartoffeln, mit etwas Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Dann den Wirsing und die Zwiebel dazugeben. Mit Wasser bedecken und den Deckel schließen. Kurz  aufkochen lassen und ca. 20 Minuten köcheln lassen – solange, bis die Kartoffeln gar sind. Dann das Wasser abgießen. Alles stampfen (es sollte noch stückig sein), die Milch zugeben und ¾ der Butter dazugeben. Die Kartoffel-Kohl-Masse in eine Schüssel geben. Mit einem Löffel eine Vertiefung in die Mitte drücken. Die restliche zerlassene Butter in die Vertiefung geben und sofort servieren. Traditionell wird Colcannon zu Speck serviert, schmeckt aber auch köstlich zu Fisch, als Grillbeilage oder als vegetarisches Hauptgericht.

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Und: Colcannon ist in Irland ein traditionelles Halloween-Gericht!

Herbstlich genießen: Pastinakensuppe mit gerösteten Sonnenblumenkernen

Comeback: Ein altes Wintergemüse neu entdeckt!

Lange war die Wurzel in Vergessenheit geraten – längst ist die Pastinake wieder im kulinarischen Trend, dank den Bio-Landwirten. Das Wurzelgemüse schmeckt wunderbar gemüsig, würzig. etwas nussig und hat eine leicht süßliche Note. Mit Pastinaken lassen sich cremige und feine Suppen zaubern! Aber auch ein herbstliches Ofengemüse, Püree, ein aromatisches Wurzelgemüse ……

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 ZUATATEN

500 g Pastinaken

1 Kartoffel, gewürfelt

2 Zwiebeln, fein gewürfelt

1 grüne Peperoni, gewürfelt

2 EL Butterschmalz

600-700 ml Gemüsefond

2 EL Zitronensaft

1 EL Senf

Salz + Pfeffer

3 EL Sonnenblumenkerne

2 Zweige glatte Petersilie

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ZUBEREITUNG

Die Pastinaken schälen und grob würfeln. Butterschmalz in einem Topf zerlassen. Die Pastinaken zusammen mit den Zwiebeln dazugeben und glasig andünsten. Die Kartoffel-  und Peperoniwürfel dazugeben und weitere 3-4 Minuten mitdünsten. Mit dem Fond ablöschen, Senf dazugeben, verrühren und ca. 15 Minuten kochen lassen. Zitronensaft dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit die Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne kurz rösten.

Die Suppe pürieren. Evtl. durch ein feines Sieb passieren. Mit gerösteten Sonnenblumenkernen und Petersilienblättchen servieren!

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Guten Appetit!