Apfelkuchen vom Blech mit Buchweizenmehl und Mandelblättchen

Ob Sommer oder Winter – ein leckerer Apfelkuchen geht immer. Und dazu noch glutenfrei!

Buchweizen: schmeckt wie Getreide – ist aber keines! Es ist eine alte Nutz- und Heilpflanze aus der Familie der Knöterichgewächse und somit auch frei von Gluten und Weizenlektinen. Nahe Verwandte sind Rhabarber und Sauerampfer. Buchweizenmehl ist etwas dunkel und hat einem nussigen, fein würzigen Geschmack. Mein Lieblings-Buchweizenmehl kommt direkt aus unserer Nachbarregion Luxemburg, das „Ourdaller“Silberbuchweizenmehl mit einem sehr milden nussigen Geschmack. Es gibt verschiedene Arten von Buchweizen und was er alles kann – hier weiß Modesta Bersin bestens Bescheid. Sie hat sich intensiv mit dem Buchweizen auseinandergesetzt und u.a. ein Buch mit Buchweizen als Hauptdarsteller geschrieben.

Und nun zu meinem Apfelkuchen ohne Weizenmehl!

ZUTATEN

200 g Butter

200 g Rohrohrzucker

1 EL Vanillezucker

4 Eier

100 ml zimmerwarme Milch

300 g Silberbuchweizenmehl

1 TL Backpulver

6 Äpfel (700-800 g)

Etwas Zitronensaft

60 g Mandelblättchen

1 TL Vollrohrzucker

½ TL Zimt

3 EL Aprikosenmarmelade

1-2 EL lauwarmes Wasser

1-2 EL Buchweizenmehl zum Ausstäuben der Backform

 

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ZUBEREITUNG

Butter mit Zucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach zugeben und verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und im Wechsel Mehlmischung und Milch dazugeben.

Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und nochmals halbieren. Die Apfelspalten in eine Schüssel geben und mit etwas Zitronensaft vermischen. In der Zwischenzeit ein Backblech (ca. 46x32cm) mit Butter einfetten und ausstäuben. (Damit sich der Kuchen nach dem Backen besser aus der Backform löst, bestäube ich die Backform nach dem Einfetten mit ca. 1-2 EL Mehl. Tipp: Beim Ausstäuben der Backform mit gemahlenen Mandeln oder Nüssen anstatt Mehl bekommt der Kuchen ein besonderes Aroma.

Die Apfelspalten gleichmäßig dicht an dicht auf dem Teig verteilen. Mit etwas Zucker und Zimt bestreuen und die Mandelblättchen verteilen. Und ab in den Backofen: bei ca. 175°, Ober- und Unterhitze, mittlere Schiene, ca. 35 min backen. Die Aprikosenmarmelade mit etwas Wasser (lauwarm) verrühren und mit einem Pinsel auf den fertigen Kuchen streichen.

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Mit etwas Puderzucker bestreuen. Noch etwas Schlagsahne dazu?!

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Danke an Modesta – durch sie habe ich das Buchweizenmehl kennengelernt! http://silberbuchweizen.de/

Apfel-Streuselkuchen mit Maronen

Best friends: Streusel – Äpfel – Maronen – Nüsse

2012 bin ich beim Blättern im „Feinschmecker“ über ein Rezept gestolpert: Streuselkuchen – Stop! Das ist was für mich! – vom Elstar-Apfel mit Maronen – Mmh, tolle Zutaten, klingt sehr verlockend und lecker! Schwierigkeitsgrad: leicht. Nachteil: Zubereitungszeit: 1 ½ Stunden. Bei aller Liebe – aber das war mir zu viel! Nach einigen Rezept-Umarbeitungen gehört er nun schon seit langem zu meinen Kuchen-Lieblingen mit Vermerk: ***** „Suchtgefahr“!

Ich kann euch versprechen: hier bleibt kein Krümel übrig!

ZUTATEN

Apfelmischung

5 – 6 rote Äpfel, waschen, entkernen, in 1×1 cm große Würfel schneiden + mit etwas Zitronensaft beträufeln

50 g gemahlene Mandeln

50 g Rosinen (nach Belieben)

80 g gehackte Pekannusskerne

80 g gegarte + gehackte Maronen

1 Prise Zimt

Alle Zutaten vermischen.

Streusel

125 g gewürfelte kalte Butter

125 g Zucker

150 g Weizenmehl

100 g gemahlene Mandeln

Mark von einer Vanilleschote

1 Prise Salz

Alle Zutaten zu einem bröseligen Teig verkneten. Tipp: Zuerst in der Küchenmaschine, dann mit den Händen.

Rührteig

250 g weiche Butter

120 g Zucker

Mark von einer Vanilleschote

7 Eigelb

200 g Weizenmehl

30 g Maisstärke

7 Eiweiß mit 100 g Zucker cremig geschlagen

> alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben

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ZUBEREITUNG

Butter, Zucker + Vanillemark in einer Küchenmaschine oder mit einem Handmixer cremig aufschlagen. Nach und nach die Eigelbe zufügen und 1-2 Minuten weiterschlagen. Mehle mischen und unter die Eimasse geben. Eiweiß unterheben.

Das Backblech (z.B. 40x33cm) mit Backpapier auslegen. Die Masse mit einem Spatel auf das Backpapier streichen. Die Apfelmasse darauf verteilen und mit den Streuseln bedecken.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 170° (Umluft) ca. 30 min backen.

Kuchen mit Puderzucker bestreuen.

Dazu passt Apfelmus-Schlagsahne: Sahne schlagen und etwas Apfelmus unterrühren.

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Nehmt euch Zeit zum Verkrümeln!apfelstreuselkuchen-mit-maronen-dsc07535b

Originalrezept: DER FEINSCHMECKER 09/2012 – Streuselkuchen vom Elstar-Apfel mit Maronen

Spicy Kürbis-Gemüse-Suppe

Die etwas andere Kürbissuppe à la Mr. M gegen Herbstfrust und Winterkälte.

Orange ist das Suppenglück!

Ja – der Herbst ist da: nasskalt, die Tage werden kürzer, die Blätter fallen, der Kürbis ist auch schon da und mit ihm wieder die Zeit für Kürbissuppen. Man kann sie auf viele Varianten zubereiten: klassisch, asiatisch, exotisch….

Ohne den Kürbis läuft im Herbst nichts. Er schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch noch sehr gesund. Ein Lieferant für Vitamine und Mineralstoffe (u.a. Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen) und Ballaststoffe.

Den Sommerkürbis „Zappho“ hatte ich euch bereits vorgestellt. Heute ist der Hokkaido dran. Leuchtend orangefarben  – so präsentiert er sich und möbelt den tristen Herbst auf. Und das tolle an ihm ist – man kann ihn mitsamt der Schale zubereiten. Mit weiteren farbenfrohen Zutaten wie Rosenkohl, Chili und Äpfeln gibt die Suppe ganz viel Aroma her. Zugegeben: es war ein Experiment, den Kürbis mit Rosenkohl & Co zu verarbeiten! Aber es hat sich gelohnt: herbstlich – herzhaft – köstlich!

Los geht’s: den Speck in die Pfanne und ab an die Suppentöpfe!

ZUTATEN für ca. 8 Personen

1 kg Hokkaido, waschen, halbieren, vierteln, entkernen + in ca. 2 cm große Stücke schneiden

900 g Kartoffeln, schälen und in grobe Stücke schneiden

100 g Dürrfleisch in kleine Würfel schneiden

2 Schalotten, klein hacken

1 Zwiebel rot, klein hacken

1 Knoblauchzehe, klein hacken

1 Chilischote, entkernen und in kleine Würfel schneiden

2 Äpfel, schälen, halbieren, vierteln, entkernen + grob würfeln

500 g Möhren, waschen + grob würfeln

9 Rosenkohlröschen, waschen, putzen + halbieren

1 Pastinake, schälen + in kleine Würfel schneiden

1 Stück Ingwer (daumengroß) schälen + in kleine Würfel schneiden

3 Stangen Zitronengras, in sehr dünne Ringe schneiden + in heißem Wasser einweichen (ca. 30 min) + dann abgießen

ca. 900 ml Wasser – je nach Bedarf auch mehr, muss man sehen

ca. 4 EL Gemüsebrühe ohne Hefe (Würze)

Saft von 2 Orangen oder Orangensaft

1 Bund glatte Petersilie, klein hacken

Olivenöl

Salz

1 Msp. Cayennepfeffer

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Rosenkohl-Parade:-)

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ZUBEREITUNG

Dürrfleischwürfel in einer Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzen. Schalotten, Zwiebel, Knoblauch, Pastinake und Chilischote dazugeben und 5 min dünsten. Mit Salz und 1 Msp. Cayennepfeffer würzen.

Dann das Kürbisfleisch dazugeben. Die Kartoffeln, Äpfel, Möhren, Rosenkohl, Ingwer, Zitronengrasringe zugeben. Mit Wasser auffüllen, die Gemüsebrühe dazu und ca. 20 min köcheln lassen bis alles gar ist. Orangensaft dazugeben, verrühren und pürieren. Evtl. noch mit Salz und Cayennepfeffer (Vorsicht bei der Dosis) abschmecken.

Mit etwas Petersilie garniert servieren.

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Soulfood vom Feinsten!

Da kann ich nur noch sagen: Guten Appetit!

Apfel-Cantuccini-Muffins

Wie versprochen – da bin ich wieder und es geht weiter mit einem Apfelrezept nach dem englischen Sprichwort ‘one apple a day keeps the doctor away‘ …

Also – ran an die Äpfel: Die Apfel-Cantuccini-Muffins sind knusprig und fluffig! Tja, wie schafft man das? Das Öl macht die Muffins schön fluffig und die Cantuccini machen sie knusprig.

Das beliebte Mandelgebäck aus der Toskana stammt aus der italienischen Provinz Prato  nahe Florenz. Cantuccini enthalten neben Mandeln, Mehl und Zucker auch verschiedene Gewürze wie Kardamom, Nelken und Sternanis. Sie werden doppelt gebacken, damit der Teig besonders knusprig wird.

Und nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen – hier das leckere Rezept:

ZUTATEN

2 Äpfel, ca. 300 g

150 g Cantuccini

70 ml Sonnenblumenöl

80 g Zucker

1 P Vanillezucker

1 Prise Salz

150 g Mehl

3 TL Backpulver

3 Eier

200 g Schmand

1 Spritzer Zitrone

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ZUBEREITUNG

Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Apfelviertel in sehr kleine Stücke schneiden und mit einem Spritzer Zitronensaft beträufeln. Die Cantuccini in der Küchenmaschine oder in einem Gefrierbeutel grob zerkleinern – 100 g kommen in den Teig und 50 g für das Topping beiseite stellen.

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Mehl mit Backpulver, Prise Salz und 100 g zerdrückten Cantuccini vermischen und die Apfelstückchen dazugeben.

Zucker, Vanillezucker, Öl, Schmand und die Eier verrühren. Die Mehlmischung kurz unterrühren.

Die Muffinform (16er) mit Papierförmchen auslegen, den Teig einfüllen und mit den restlichen 50 g Cantuccini bestreuen.

Bei 180° Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen (mittlere Schiene) ca. 20 min backen.

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20 Minuten später:

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Genießt den Nachmittag! Eventuell schon mit den Apfel-Cantuccini-Muffins:-)

Homemade Apfelmus

Auf ins Grüne:  Im September stand die Haupt-Apfelernte an.

Es ist toll über die Streuobstwiesen zu gehen und Äpfel zu pflücken. Wir haben die alten Apfelsorten gepflückt, die auch lagerfähig sind. Mit reicher Beute sind wir nach Hause. Hier angekommen, wurden zuerst mal die guten und die schlechteren Äpfel sortiert. Aus den Schlechteren – sprich die, die kleine Macken haben, wurde gleich Apfelmus gekocht.

Ich liebe die alten Apfelsorten – weil sie mich an meine Kindheit erinnern und oft verträglicher sind als die neuen Sorten. Die neuen Apfelsorten sind zwar hübscher anzusehen und süßer, können aber Allergien auslösen. Neben wichtigen Vitaminen und Polyphenolen enthalten alte Apfelsorten mehr wertvolle Ballaststoffe wie Zellulose oder Pektin. Mit gekauftem Apfelmus kann man mich überhaupt nicht locken: viel zu viel Zucker!

Ein bisschen Zeit braucht man für das Schnippeln, aber gekocht ist das Ganze blitzschnell und das fertige Mus ist einfach lecker! Selbstgemacht schmeckt einfach besser.

ZUTATEN für ca. 3 Gläser

2 kg säuerliche Äpfel

100 ml Wasser

150 ml Bio-Apfelsaft naturtrüb

90 g Zucker

1 MS Bio Vanillepulver

2 EL Zitronensaft

1 Zimtstange

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ZUBEREITUNG

Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Apfelviertel grob würfeln und in einen Topf geben. Zitrone auspressen und 2 EL Zitronensaft mit den Äpfeln mischen. Wasser, Apfelsaft, Zucker und Vanillepulver zu den Äpfel in den Topf geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 min köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Nach 10 min die Zimtstange zugeben und weitere 10 min köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder das Apfelmus umrühren. Nach 20 min ist das Apfelmus noch leicht stückig. Ich mag es so am liebsten. Ihr könnt nun die Zimtstange entfernen, Apfelmus in ausgekochte Gläser abfüllen. Ungeöffnete Gläser halten ca. 2 Wochen im Kühlschrank. Wer es feiner haben möchte: einfach das Mus durch ein grobmaschiges Sieb drücken oder wenn ihr eine flotte Lotte habt – dann alles durch die flotte Lotte jagen. Wer es etwas süßer mag, kann noch etwas Apfelsaft zugeben.

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Das Mus schmeckt warm sehr gut, aber auch kalt. Passt zu: Hefezopf, frischem Brot oder Brötchen, Kartoffelpuffer, Reibekuchen, Crêpes, Milchreis, Grießbrei, Kaiserschmarren, Pfannkuchen, Joghurt ….

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