Auf ins Grüne:  Im September stand die Haupt-Apfelernte an.

Es ist toll über die Streuobstwiesen zu gehen und Äpfel zu pflücken. Wir haben die alten Apfelsorten gepflückt, die auch lagerfähig sind. Mit reicher Beute sind wir nach Hause. Hier angekommen, wurden zuerst mal die guten und die schlechteren Äpfel sortiert. Aus den Schlechteren – sprich die, die kleine Macken haben, wurde gleich Apfelmus gekocht.

Ich liebe die alten Apfelsorten – weil sie mich an meine Kindheit erinnern und oft verträglicher sind als die neuen Sorten. Die neuen Apfelsorten sind zwar hübscher anzusehen und süßer, können aber Allergien auslösen. Neben wichtigen Vitaminen und Polyphenolen enthalten alte Apfelsorten mehr wertvolle Ballaststoffe wie Zellulose oder Pektin. Mit gekauftem Apfelmus kann man mich überhaupt nicht locken: viel zu viel Zucker!

Ein bisschen Zeit braucht man für das Schnippeln, aber gekocht ist das Ganze blitzschnell und das fertige Mus ist einfach lecker! Selbstgemacht schmeckt einfach besser.

ZUTATEN für ca. 3 Gläser

2 kg säuerliche Äpfel

100 ml Wasser

150 ml Bio-Apfelsaft naturtrüb

90 g Zucker

1 MS Bio Vanillepulver

2 EL Zitronensaft

1 Zimtstange

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ZUBEREITUNG

Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Apfelviertel grob würfeln und in einen Topf geben. Zitrone auspressen und 2 EL Zitronensaft mit den Äpfeln mischen. Wasser, Apfelsaft, Zucker und Vanillepulver zu den Äpfel in den Topf geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 min köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Nach 10 min die Zimtstange zugeben und weitere 10 min köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder das Apfelmus umrühren. Nach 20 min ist das Apfelmus noch leicht stückig. Ich mag es so am liebsten. Ihr könnt nun die Zimtstange entfernen, Apfelmus in ausgekochte Gläser abfüllen. Ungeöffnete Gläser halten ca. 2 Wochen im Kühlschrank. Wer es feiner haben möchte: einfach das Mus durch ein grobmaschiges Sieb drücken oder wenn ihr eine flotte Lotte habt – dann alles durch die flotte Lotte jagen. Wer es etwas süßer mag, kann noch etwas Apfelsaft zugeben.

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Das Mus schmeckt warm sehr gut, aber auch kalt. Passt zu: Hefezopf, frischem Brot oder Brötchen, Kartoffelpuffer, Reibekuchen, Crêpes, Milchreis, Grießbrei, Kaiserschmarren, Pfannkuchen, Joghurt ….

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