Italien Feeling: Caprese Burrata

Burrata trifft auf bunte Tomaten

In der italienischen Küche ist man gewohnt mit wenigen Zutaten schnell etwas Köstliches zu zaubern – die Qualität macht‘s: mit sonnengereiften Tomaten, Burrata und etwas gutem Olivenöl ist der Salat schnell zubereitet und genau das Richtige für warme Sommerabende.

Wer die tolle Kugel nicht kennt: Burrata – ein italienischer Frischkäse vom Typ Filata ist ein entfernter Verwandter des Mozzarella und wird aus Kuhmilch hergestellt. Die äußere Schicht wie Mozzarella, im Innern ein weicher, cremiger Kern. Bei Zimmertemperatur genießen… Mmh! Die cremige Füllung der Burratakugel ist eine echte Konkurrenz für meinen Favoriten Büffelmozzarella.

ZUTATEN

4 bunte Tomaten (2 x grün, 1 x orange, 1 x rot)

1 Burrata

Frisch gemahlener Pfeffer

gutes Olivenöl

Crema di Balsamico

1 Zweig Basilikum

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ZUBEREITUNG

Die Burratakugel in die Mitte einer großen Platte legen und etwas aufreißen. Die Tomaten aufschneiden und um die Burratakugel herum anrichten. Über die Tomaten und die Burrata frischen Pfeffer geben, mit Oliven beträufeln. Mit Basilikumblätter bestreuen. Etwas Crema di Balsamico über die Burrata geben. Fertig!

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Bon Appetito!

Bresaola-Röllchen mit Rucola und frisch gehobeltem Parmesan

Auf nach Italien! Heute geht es ins Valtellina-Tal.

Bresaola-Röllchen: das ist eine schöne Vorspeise oder ein kleines, leichtes Hauptgericht.

Bresaola, der luftgetrocknete Rinderschinken ist eine Spezialität aus der Lombardei im nördlichen Italien. Ursprünglich kommt er aus dem schönen Valtellina-Tal, das sich vom Comer See bis zum Stilfser Joch erstreckt –  der Bresaola della Valtellina. Heute wird Bresaola in der gesamten Provinz Sondrio in der Lombardei produziert. Mild und leicht würzig im Geschmack, schmeckt der feine italienische Schinken hauchdünn aufgeschnitten am besten. Zu kaufen gibt es ihn in jedem italienischen Feinkostladen oder in gut sortierten Supermärkten.

ZUTATEN für 16 Röllchen

100 g Bresaola oder 16 Scheiben

60 g grob gehobelter Parmesan

10 g fein gehobelter Parmesan

100 – 150 g Rucola

2 EL Kürbiskerne

1 Orange

Olivenöl

Salz

Pfeffer

ZUBEREITUNG

Die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne anrösten, abkühlen lassen und grob zerhacken.

Eine Scheibe Bresaola auf ein Brett legen: mit dem grob gehobeltem Parmesan und Rucola belegen und fest aufrollen. Die fertigen Röllchen auf einer Platte anrichten und mit den gerösteten Kürbiskernen und feingehobeltem Parmesan bestreuen. Dazu schmeckt eine Orangen-Vinaigrette sehr lecker: Orange auspressen, mit etwas Olivenöl, frischem Pfeffer und einer Prise Salz eine Vinaigrette herstellen und die Bresaola-Röllchen damit beträufeln.

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Buon appetito!

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Gebackener Ricotta mit Oliven und Paprika – Ricotta al forno

Italienisches aus dem Ofen! Als Antipasti mit geröstetem Brot dazu – köstlich!

Ricotta – der vielseitige fettarme italienische Frischkäse kommt heute zum Einsatz!  Einmal in Italien gegessen und schon war es geschehen…

Ricotta ist eigentlich ein Restprodukt aus der Herstellung anderer Käsesorten wie Pecorino, Parmesan oder Mozzarella, denn er wird aus deren Molke hergestellt. Dies gibt ihm die krümelige Konsistenz. Hierzulande wird er oft zum Backen, für die Zubereitung von Desserts oder Füllen von Pasta verwendet.

Den besten Ricotta gibt es im italienischen Feinkostladen oder einem gut bestückten Wochenmarkt – je krümeliger umso besser! Im Supermarkt ist er auch zu finden – allerdings nicht in der krümeligen Konsistenz.

ZUTATEN

250 g Ricotta

40 g geriebener Parmesan

30 g schwarze Oliven ohne Stein, in kleine Würfel geschnitten

1 TL Kapern, grob zerhackt

1 EL gehackte Petersilie

1 EL Frischkäse

1/2 rote Paprika, in Würfel geschnitten

1 TL gehackte rote Zwiebel

1 Prise Salz + Pfeffer

1 TL Butter

ZUBEREITUNG

Ricotta mit Frischkäse, Oliven, Kapern und Petersilie vermischen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Eine Auflaufform oder zwei Auflaufförmchen (à 150 ml) ausbuttern und mit der Ricottamischung füllen. Bei 180° Ober- und Unterhitze ca. 40 min backen. In der Zwischenzeit die Butter erhitzen und die Zwiebel- und Paprikawürfel bei mittlerer Hitze kurz dünsten. Wenn der Ricotta ein schöne Kruste gebildet hat, ist er fertig. Mit den Paprika- + Zwiebelwürfeln garnieren und mit geröstetem Brot oder Baguette servieren.

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Buon Appetito!

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Bruschetta Paprika- die Wintervariante

Bruschetta per favore!

Bruschetta Tomate ist ja was Leckeres. Aber im Winter – den im Winter nach nichts schmeckenden Tomaten sei Dank – muss die Bruschetta Tomate eine Pause einlegen. Und für die Pausenzeit habe ich eine schöne Alternative: Bruschetta Paprika: Gegrillte Paprika, Kapern, Olivenöl, etwas Balsamico Tradizionale, Ziegenfrischkäse oder Ziegenquark oder auch Mozzarella (wer auf Mozzarella nicht verzichten möchte) auf geröstetem Brot.

ZUTATEN für etwa 9 -10 Bruschette:

2 rote Paprika

2 TL Kapern

2 EL gehackte Petersilie, klein gehackt

3 EL Olivenöl

1 TL Aceto Balsamico Tradizionale die Modena extra vecchio (je älter desto besser!)

Salzflocken

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

1 Knoblauchzehe

100 g Ziegenfrischkäse

10 Baguette-Scheiben oder Ciabatta, ca. 1 bis 1,5 cm dick + schräg geschnitten

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ZUBEREITUNG

Paprika waschen, gut abtrocknen, vierteln (je nach Größe auf achteln) und entkernen. Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Paprikaviertel mit der Schale nach oben darauf verteilen. Im Backofen (Grillstufe 230°, Mittlere Schiene) ca. 10-15 min rösten – so lange bis die Paprikahaut Blasen wirft und schwarz wird. Aus dem Ofen nehmen und die Paprikastücke in ein Gefrierbeutel geben, Einmalhandschuhe anziehen und mit einem scharfen Messer die Haut abziehen. Anschließend die Baguette-Scheiben im Backofen (gl. Stufe) auf einem Gitter wenige Minuten rösten, rausnehmen und die gerösteten Scheiben mit der Knoblauchzehe einreiben.

Die Paprikastücke in feine Streifen schneiden. Mit Petersilie, Kapern, Balsamico Tradizionale und 2 EL Olivenöl vermischen, Pfeffer und Salzflocken dazu. Die marinierten Paprikastreifen auf den gerösteten Brotscheiben verteilen, einen Klecks Ziegenfrischkäse oder Mozzarella daraufsetzen und etwas Olivenöl auf den Käse träufeln.

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Frei nach: e&t (essen & trinken, 2011)

Torta Crostata mit Zwetschgenmus

Torta Crostata à la Paola!

Was wäre la dolce vita ohne dolci?

In Italien isst man gerne Kuchen zum Dessert. Z. B. eine Crostata. Crostata ist eine italienische Kuchenspezialität aus Mürbeteig. Klassischerweise wird sie mit Marmelade oder Ricotta gefüllt. Sie ist in Italien sehr beliebt, gibt es in zig Varianten und ist sehr schnell zubereitet. Dieses Rezept habe ich von einer Fahrradtour und kulinarischen Entdeckungsreise mitgebracht. Mit Freunden aus Berlin und Italien radelten wir durch die Emilia Romagna (Modena, Bologna, Parma, Ferrara.. ). Die Provinz Emilia-Romagna gilt als das Gourmetparadies Italiens. Hier gibt es die besten Schinken wie Parmaschinken, Culatello, Parmigiano, ausgereiften Balsamico, Pasta, und, und, und ….

Paola hatte damals auf der Radtour eine Crostata dabei und mittags gab es nach einem tollen Picknick ein Stück Crostata. Bellissimo! Seitdem gehört die Crostata zu einem meiner Lieblingsrezepte.

Ich backe die Crostata mit selbstgemachtem Zwetschgenmus, kennengelernt habe ich sie mit Aprikosenmarmelade. Letztendlich könnt ihr dafür aber die Sorte nehmen, die euch am besten schmeckt – aber sie sollte nicht zu süß sein.

ZUTATEN

300 g Butter

200 g Zucker

1 – 2 Eier (je nach Größe)

500 g Mehl

1 Prise Salz

500 – 600 g Zwetschgenmus oder Marmelade

> Klassischerweise gehört noch ein TL Zitronenabrieb in den Teig. Da ich es nicht mag, laß‘ ich es weg…

Für ein Riesenblech: 1 kg Mehl, 3 Eier, 600 g Butter, 400 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 kg Zwetschgenmus/Marmelade

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ZUBEREITUNG

Zuerst Zucker, Salz und Butter verrühren. Im 2. Schritt Mehl und Eier verrühren. Dann beides zusammenfügen. Den Teig in Klarsichtfolie verpacken und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

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Backblech (ca. 30×40 cm) mit Backpapier auslegen. Etwas mehr als die Hälfte des Teiges dünn ausrollen und in das Backblech legen. Mus oder Marmelade darauf verteilen.

Den restlichen Teig ebenfalls ausrollen, mit einem Teigrädchen ca. 1,5 – 2 cm breite Streifen schneiden und die Crostata gitterartig mit den Streifen belegen.

Bei ca. 180° Ober- und Unterhitze – ca. 25-30 min backen.

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.. einfach köstlich!

Ihr Lieben, genießt noch den schönen Sonntag. Bis bald!

Apfel-Cantuccini-Muffins

Wie versprochen – da bin ich wieder und es geht weiter mit einem Apfelrezept nach dem englischen Sprichwort ‘one apple a day keeps the doctor away‘ …

Also – ran an die Äpfel: Die Apfel-Cantuccini-Muffins sind knusprig und fluffig! Tja, wie schafft man das? Das Öl macht die Muffins schön fluffig und die Cantuccini machen sie knusprig.

Das beliebte Mandelgebäck aus der Toskana stammt aus der italienischen Provinz Prato  nahe Florenz. Cantuccini enthalten neben Mandeln, Mehl und Zucker auch verschiedene Gewürze wie Kardamom, Nelken und Sternanis. Sie werden doppelt gebacken, damit der Teig besonders knusprig wird.

Und nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen – hier das leckere Rezept:

ZUTATEN

2 Äpfel, ca. 300 g

150 g Cantuccini

70 ml Sonnenblumenöl

80 g Zucker

1 P Vanillezucker

1 Prise Salz

150 g Mehl

3 TL Backpulver

3 Eier

200 g Schmand

1 Spritzer Zitrone

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ZUBEREITUNG

Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Apfelviertel in sehr kleine Stücke schneiden und mit einem Spritzer Zitronensaft beträufeln. Die Cantuccini in der Küchenmaschine oder in einem Gefrierbeutel grob zerkleinern – 100 g kommen in den Teig und 50 g für das Topping beiseite stellen.

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Mehl mit Backpulver, Prise Salz und 100 g zerdrückten Cantuccini vermischen und die Apfelstückchen dazugeben.

Zucker, Vanillezucker, Öl, Schmand und die Eier verrühren. Die Mehlmischung kurz unterrühren.

Die Muffinform (16er) mit Papierförmchen auslegen, den Teig einfüllen und mit den restlichen 50 g Cantuccini bestreuen.

Bei 180° Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen (mittlere Schiene) ca. 20 min backen.

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20 Minuten später:

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Genießt den Nachmittag! Eventuell schon mit den Apfel-Cantuccini-Muffins:-)

Bruschetta Tomate

Bella Italia! So schmeckt der Sommer …. Bruschetta per favore!

Wenn man ein italienisches Restaurant betritt, wird man gleich von herrlich farbenfrohen Antipasti (Vorspeisen) empfangen. Antipasti sind fester Bestandteil unserer Esskultur geworden. Eine davon ist: Bruschetta (ausgesprochen: brusketta)  – eine sehr beliebte Vorspeise! Das Wort „Bruschetta“ stammt von „pane bruscato“ (geröstetes Brot). Und diese Vorspeise/Antipasto darf auch hier nicht fehlen.

Ihr braucht dazu gute, vollreife und aromatische Tomaten!! Je besser die Zutaten – desto  besser das Ergebnis.

So, und nun geht es los! Für etwa 8-10 Bruschette braucht ihr:

ZUTATEN

1 Ciabatta oder Bauernbaguette

1 Knoblauchzehe

1 EL gutes Olivenöl

500 g aromatische Tomaten

12 eingelegte getrocknete Tomaten

1 Zwiebel, ca. 60 g

1 Knoblauchzehe

1 EL gutes Olivenöl

Basilikum, klein gehackt (jede Menge!)

1 Prise gemahlenen Pfeffer

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ZUBEREITUNG

Die Tomaten entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die getrockneten Tomaten kurz abtropfen lassen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch in sehr kleine Würfel schneiden. Mit etwas Pfeffer abschmecken. Alles vermischen. Basilikum und ein EL Olivenöl dazu.

In der Zwischenzeit: Brot in ca. 1,5 cm breite Scheiben schneiden und  beidseitig rösten. Die gerösteten und noch warmen Scheiben mit einer geschälten Knoblauchzehe einreiben. Ein EL Olivenöl auf den Brotscheiben verteilen und mit der Tomatenmischung belegen.

Mit Basilikumblättern dekorieren und mit einem schönen Wein genießen. Buon Appetito!

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