Wintersalat in Rot: Rotkohlsalat & Granatapfelkerne

Ottolenghi läßt grüßen

Auch im Winter muss man nicht auf einen frischen, knackigen Salat verzichten. Mit diesem leckeren Rezept könnt ihr neuen Schwung in den Klassiker Rotkohl oder Blaukraut bringen.

An Yotam Ottolenghis Kochkunst liebe ich seine außergewöhnlichen und kreativen Geschmackskombinationen. Das Original-Rezept ist eine Wucht an Zutaten, intensiven Aromen, feiner Süße und Schärfe …. Ich habe sein Rezept etwas abgeändert und vereinfacht, herausgekommen ist eine rote Vitaminbombe für die triste Winterzeit.

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ZUTATEN für 4 – 6 Portionen

600 Rotkohl, in feine Streifen schneiden

1 Orange, filetieren und einige Filets zum Garnieren beiseite legen

1 rote Zwiebel, fein gewürfelt

1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt

1 rote Chilischote, fein gewürfelt

3 Blätter Wirsing

3 Blätter Endiviensalat

Kerne eines ½ -1 Granatapfels (je nach Größe)

80 g Cashewkerne

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Dressing

1 Limette

1 Orange

1 EL Honig

1 EL Sesamöl

2 EL Olivenöl

1 EL Sojasauce

Salz + Pfeffer

> Limette und Orange auspressen und mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit Salz + Pfeffer abschmecken.

ZUBEREITUNG

Die Salat- und Wirsingblätter waschen und in feine Streifen schneiden. Rotkohl färbt – daher empfehle ich Einmal-Handschuhe anzuziehen. Alle Zutaten – bis auf die Cashewkerne – in eine Schüssel geben und mit den Händen vermischen. Dressing dazugeben und gut vermischen und etwas ziehen lassen.

Die Cashewkerne in einer beschichteten Pfanne rösten. Anschließend etwas Butter dazugeben und verrühren. Die Butter etwas aufschäumen lassen und etwas Zucker dazugeben und unter ständigem Rühren karamellisieren lassen. Die Kerne herausnehmen und abkühlen lassen. ¾ der Kerne grob hacken und die restlichen Kerne zum Garnieren aufbewahren.

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Frei nach Ottolenghis Wintersalat, Originalrezept aus: Genussvoll vegetarisch – Yotam Ottolenghi, erschienen bei Dorling Kindersley, DK Verlag.  Unbedingt mal das Original ausprobieren!

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Zucchini-Joghurt-Dip mit Walnüssen

… Geröstetes Brot dazu. Mhm! Grissinis, Fladenbrot, Baguette…

Schmeckt auch sehr gut zu gegrilltem Fleisch, Fisch, Grillgemüse, Kartoffeln … die Liste könnte endlos weitergeführt werden … ! Ob Vorspeise oder Beilage zum Grillen oder einfach nur so! Dippen macht einfach Spaß.

Und hier: der Zucchinischwemme kulinarisch begegnen!

ZUTATEN

1 Zucchini (250 g )

1 grüne Peperoni, entkernt + klein gehackt

1 Mini-Knoblauchzehe

150 g Naturjoghurt 3,8%

2 EL Olivenöl

10 g glatte Petersilie, klein gehackt

5 Walnusshälften, klein gehakt

Salz + Pfeffer

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ZUBEREITUNG

Zucchini waschen, trockentupfen und in kleine Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchiniwürfel darin bei geringer Hitze glasig dünsten. Währenddessen den Knoblauch schälen, klein hacken und ebenfalls hinzufügen. Die klein gehackte Peperoni dazugeben und kurz mitdünsten. ¾ des Pfanneninhalts pürieren. Anschließend Joghurt, Petersilie, einen Teil der gehackten Walnüsse dazugeben und den restlichen Pfanneninhalt hinzufügen und verrühren (nicht pürieren). Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Rest der gehackten Walnüssen dekorieren.

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Weitere Lieblingsbegleiter:

Guacamole

Tomaten-Dip – sun dried tomato dip

Maraq Bilaash – somali tomato sauce

Gurken Joghurt Dip mit Minze

Kräuterbutter mit Schuss

Italien Feeling: Caprese Burrata

Burrata trifft auf bunte Tomaten

In der italienischen Küche ist man gewohnt mit wenigen Zutaten schnell etwas Köstliches zu zaubern – die Qualität macht‘s: mit sonnengereiften Tomaten, Burrata und etwas gutem Olivenöl ist der Salat schnell zubereitet und genau das Richtige für warme Sommerabende.

Wer die tolle Kugel nicht kennt: Burrata – ein italienischer Frischkäse vom Typ Filata ist ein entfernter Verwandter des Mozzarella und wird aus Kuhmilch hergestellt. Die äußere Schicht wie Mozzarella, im Innern ein weicher, cremiger Kern. Bei Zimmertemperatur genießen… Mmh! Die cremige Füllung der Burratakugel ist eine echte Konkurrenz für meinen Favoriten Büffelmozzarella.

ZUTATEN

4 bunte Tomaten (2 x grün, 1 x orange, 1 x rot)

1 Burrata

Frisch gemahlener Pfeffer

gutes Olivenöl

Crema di Balsamico

1 Zweig Basilikum

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ZUBEREITUNG

Die Burratakugel in die Mitte einer großen Platte legen und etwas aufreißen. Die Tomaten aufschneiden und um die Burratakugel herum anrichten. Über die Tomaten und die Burrata frischen Pfeffer geben, mit Oliven beträufeln. Mit Basilikumblätter bestreuen. Etwas Crema di Balsamico über die Burrata geben. Fertig!

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Bon Appetito!

Sushi Muffins mit Lachs und Avocado – Sushi Taler

Sushi in a cup – fernöstlich köstlich. Der japanische Klassiker im neuen Kleid!

Südostasien ist ein Paradies für Feinschmecker. Ob Vietnam, Laos, Kambodscha – hier kann man auf kulinarische Entdeckungstour gehen und sehr viele Köstlichkeiten kennen und lieben lernen! Die Küche ist extrem vielfältig und leckerSushi gibt es all over the world! Diese Sushi-Muffins gab es in Laos „vorneweg“, zwar nicht mit Lachs, sondern mit einem lokalem Fisch – Avocado, Erdnüssen und Sesam  – eine tolle Kombination. Die „Sushis in a cup“ wirbeln gerade wieder durchs www! Hier ein Rezept aus meiner Sammlung.

ZUTATEN

1 Kaffeebecher (o,3l) Sushi-Reis

1 Kaffeebecher Wasser

3 EL Reisessig

1 EL Zucker

1-2 EL Crème fraîche oder Frischkäse

Prise Salz

Belag

6 EL Reisessig

4 EL Sojasauce

2 EL Sesamöl

Pfeffer schwarz, frisch gemahlen

1 Stück Gurke, ca. 5 cm

1 Tomate

150 g Lachs „Sushi-Qualität“

1 Avocado

1 Limette

1 EL ungesalzene Erdnüsse (naturbelassene Erdnüsse gibt es im z.B. im Asiashop)

1 EL Sesam

Salzflocken

Sumach

ZUBEREITUNG

Den Sushi-Reis waschen und mit einem Becher Wasser und einer Prise Salz in einen Topf geben, ca. 15 min kochen. Anschließend 10 min ruhen lassen. Eine Kochanleitung steht auch auf jeder Reispackung.

3 EL Reisessig und Zucker gut verquirlen, 1-2 EL Crème fraîche und Salz dazugeben. Anschließend zum Reis geben und unterheben.

Jetzt habt ihr die Wahl: a) entweder den Sushi-Reis auf ein Stück Frischhaltefolie geben und eine Rolle daraus formen (ᴓ ca. 5 cm) und ca. 45 min in den Kühlschrank stellen. Oder b) eine 12er-Muffinform mit Papierförmchen auskleiden. Jetzt wird es klebrig – am besten 1x Handschuhe anziehen. Hände anfeuchten und ca. 2 EL Reis in jedes Förmchen drücken. Ca. 45 Minuten in den Kühlschrank stellen.

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Belag

Aus 6 EL Reisessig, Salz, Sesamöl, Sojasauce und Pfeffer ein Dressing mischen und gut verrühren. Gurke waschen und in kleine Würfel schneiden. Avocado schälen, in kleine Würfel schneiden und mit dem Saft der Limette beträufeln. Die Tomate vierteln, den Stielansatz entfernen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Den Lachs in kleine Würfel schneiden und mit der Tomate, Gurke, Avocado und dem Dressing vermischen. Erdnüsse rösten, danach grob zerhacken und den Sesam rösten. Sesam und Erdnüsse mischen.

Bei Variante a) die Reiscups zart von den Muffinförmchen lösen und mit dem Belag füllen oder bei Variante b) die Folie von der Rolle entfernen, Scheiben/Taler schneiden und belegen.

Sesam und Erdnüsse darüber streuen. Fertig!

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Feldsalat mit Granatapfelkernen, Parmesan und Himbeeressig-Dressing

Rot trifft auf Grün!

Ein farbenfroher Wintersalat: Hauptdarsteller ist der Feldsalat, Nebendarsteller sind Paprika und Granatapfelkerne. Pinienkerne und Parmesansplitter on top!

Feldsalat, Vogerlsalat, Wintersalat, Mausohrsalat, Ackersalat – er hat viele Namen, dieser Wintersalat-Klassiker. Er bringt Frische in den Winter und jetzt hat er seinen richtigen Auftritt. Die Kälte verstärkt das Aroma der zarten grünen Blätter. Mit seinem nussig-milden Geschmack gehört er zu den beliebtesten Salatsorten und auch zu denen mit dem höchsten Vitamingehalt – frisch gepflückt bzw. frische Blätter enthalten die meisten Vitalstoffe. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass er frisch ist  – dieser Hauptdarsteller kam direkt vom Stadtbauernhof (www.stadtbauernhof.org) – eine intensive Farbe und knackige Blätter hat. Er viele Begleiter: klassisch mit Speck und Croutons, Kartoffeldressing, cremige Gorgonzola-Sauce, Walnüsse oder fruchtig mit Himbeeressig.

ZUTATEN (Vorspeise für 4-6 Portionen, Hauptspeise für 2 Portionen)

200 g Feldsalat

½ Paprika

½ Granatapfel

50 g Parmesan

30 g Pinienkerne, geröstet

Himbeeressig-Dressing

4 EL Himbeeressig

5 EL Olivenöl (mild)

2 EL Walnussöl

½ rote Zwiebel

1 kleine Knoblauchzehe

1 TL Granatapfelsirup

1 EL Honig

1 TL Senf

Salz und Pfeffer

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ZUBEREITUNG

Feldsalat gut waschen, ausputzen – die Wurzeln nach Bedarf abknipsen (dann fallen aber die Röschen auseinander und man kann den Salat nicht so schön anrichten) – und trocken schütteln. Den Granatapfel quer halbieren (Achtung: der Saft färbt leicht) und aus einer Hälfte die Kerne herauslösen. Die Paprikahälfte entkernen und in kleine Würfel schneiden.

Zwischenzeitlich Essig, Senf und Honig verrühren, Olivenöl, Walnussöl und Granatapfelsirup dazugeben und gut verquirlen. Die Knoblauchzehe schälen und durch eine Presse drücken, die Zwiebel schälen und sehr fein hacken und beides untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Feldsalat mit dem Dressing marinieren. Granatapfelkerne und Paprikawürfel dazu geben, die gerösteten Pinienkerne darüber streuen, den Parmesan darüber hobeln und frisch servieren!

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Mit französischem Baguette oder frischem Bauernbrot serviert wird der Salat zu einem leckeren Hauptgericht oder einer schönen Vorspeise.

Bruschetta Paprika- die Wintervariante

Bruschetta per favore!

Bruschetta Tomate ist ja was Leckeres. Aber im Winter – den im Winter nach nichts schmeckenden Tomaten sei Dank – muss die Bruschetta Tomate eine Pause einlegen. Und für die Pausenzeit habe ich eine schöne Alternative: Bruschetta Paprika: Gegrillte Paprika, Kapern, Olivenöl, etwas Balsamico Tradizionale, Ziegenfrischkäse oder Ziegenquark oder auch Mozzarella (wer auf Mozzarella nicht verzichten möchte) auf geröstetem Brot.

ZUTATEN für etwa 9 -10 Bruschette:

2 rote Paprika

2 TL Kapern

2 EL gehackte Petersilie, klein gehackt

3 EL Olivenöl

1 TL Aceto Balsamico Tradizionale die Modena extra vecchio (je älter desto besser!)

Salzflocken

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

1 Knoblauchzehe

100 g Ziegenfrischkäse

10 Baguette-Scheiben oder Ciabatta, ca. 1 bis 1,5 cm dick + schräg geschnitten

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ZUBEREITUNG

Paprika waschen, gut abtrocknen, vierteln (je nach Größe auf achteln) und entkernen. Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Paprikaviertel mit der Schale nach oben darauf verteilen. Im Backofen (Grillstufe 230°, Mittlere Schiene) ca. 10-15 min rösten – so lange bis die Paprikahaut Blasen wirft und schwarz wird. Aus dem Ofen nehmen und die Paprikastücke in ein Gefrierbeutel geben, Einmalhandschuhe anziehen und mit einem scharfen Messer die Haut abziehen. Anschließend die Baguette-Scheiben im Backofen (gl. Stufe) auf einem Gitter wenige Minuten rösten, rausnehmen und die gerösteten Scheiben mit der Knoblauchzehe einreiben.

Die Paprikastücke in feine Streifen schneiden. Mit Petersilie, Kapern, Balsamico Tradizionale und 2 EL Olivenöl vermischen, Pfeffer und Salzflocken dazu. Die marinierten Paprikastreifen auf den gerösteten Brotscheiben verteilen, einen Klecks Ziegenfrischkäse oder Mozzarella daraufsetzen und etwas Olivenöl auf den Käse träufeln.

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Frei nach: e&t (essen & trinken, 2011)

Caprese – Rote Bete mit Mozzarella

Ein neues Traumpaar?

Caprese alias Tomate-Mozzarella ist DAS Traumpaar. Aber im Winter schmecken mir die Tomaten nicht. Wir tauschen die Tomaten hier gegen Rote Bete aus, Schnittlauch bringt Grünes ins Spiel und das purpurrote Aromawunder Sumach gibt dem Ganzen das gewisse Extra. Die Blätter der Roten Bete kommen auch noch zum Einsatz. Mit den anderen Salatblättern gemischt – richten wir den Insalata invernale an!

ZUTATEN

50 g Salat, in Streifen schneiden (Rote Bete Blätter, Kopfsalat, Batavia)

100 g frische Rote Bete

125 g Büffelmozzarella

8 EL Olivenöl

4 EL Aceto Balsamico di Modena

½ TL Crema die Balsamico

Schnittlauch, klein schneiden

1 TL Sumach

Prise Salz

Der Strauch Gerber-Sumach wächst in Sizilien und im Nahen Osten. Die roten Früchte werden getrocknet und dann gemahlen. Im Orient als Würzmittel bzw. Tischgewürz unverzichtbar. Der Geschmack ist etwas säuerlich-fruchtig und man benutzt es zum Würzen, Nachwürzen – eine wunderbare Alternative zu Essig oder Zitronensaft. Enthält u.a. Vitamin C und eine verdauungsfördernde Wirkung wird Sumach auch noch nachgesagt.

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Rote Bete Blätter

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Sumach

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.. die Rote Bete hinterläßt Spuren ..

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ZUBEREITUNG

Rote Bete in kochendem Salzwasser etwa 30-40 Minuten (je nach Größe) zugedeckt weich kochen. Die gegarten Knollen herausnehmen, abkühlen lassen, schälen (dabei Einweghandschuhe tragen – die rote Bete färbt sehr) und in Scheiben schneiden. Den Büffelmozzarella ebenfalls in Scheiben schneiden. Den Salat waschen, die Stiele der Rote Bete Blätter entfernen und in Streifen schneiden. Die Salatmischung auf eine Platte legen und abwechselnd Rote Bete-Scheiben und Mozzarella-Scheiben anrichten. Olivenöl, Aceto Balsamico und Crema di Balsamico verrühren und über den Salat geben. Mit Schnittlauch und Sumach bestreuen. Eine Prise Salz noch …  und fertig ist der winterliche Salat.

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Ein kleiner Gruß aus Coconut&Cucumber’s Küche!