Asiatische Möhren-Quittensuppe – ein Herbstrezept

Urgroßmutter‘s Kernobst im Pelz

Von Oktober bis November haben Quitten Saison. Ihr Duft ist so intensiv, dass man sie am liebsten direkt vom Baum essen würde. Aber Vorsicht: Roh sind sie ungenießbar! Gekocht, gebacken und gedünstet entfalten sie ein herrlich fruchtiges Aroma. Geschmacklich sind sie irgendwo zwischen Birnen, Äpfeln, Rosen und Zitronen anzusiedeln.

Am meisten werden die Quitten zu Gelee und Marmelade verarbeitet, in Spanien und Portugal gibt es das berühmte Quittenbrot oder Quittenkäse Dulce de Membrillo. Aber auch in herzhaften Speisen schmecken sie wunderbar. Und so landen sie heute in der Suppe! Sind alle Zutaten im Haus, dann steht dem Suppenvergnügen nichts mehr im Weg: eine Möhren-Quitten-Suppe. Sie ist schnell gekocht und schmeckt etwas fruchtig, leicht pikant mit angenehmer Säure.

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ZUTATEN

1 TL Koriandersaat

1 TL Currypulver

1 Stück Ingwer, walnussgroß

1 EL Butterschmalz

1 Schalotte, klein gewürfelt

300 g Quitten

400 g Möhren, grob gewürfelt

100 g Pastinaken, grob gewürfelt

600 – 700 ml Bio-Gemüsebrühe

50 – 100 ml Kokosmilch

1 Lauchzwiebel, in feine Ringe geschnitten

Chilifäden

Crème fraîche

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ZUBEREITUNG

Zuerst werden die Quitten gewaschen, halbiert, geviertelt, das Kerngehäuse entfernt und in grobe Würfel geschnitten.

Den Ingwer waschen und in kleine Würfel schneiden. Koriandersaat zerstoßen und zusammen mit dem Currypulver, Ingwer und der Zwiebel im Butterschmalz dünsten. Quitten, Möhren und Pastinake dazugeben, kurz mitdünsten und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Ca. 25 min köcheln lassen. Alles pürieren. Evtl. passieren (schmeckt auf jeden Fall feiner), die Kokosmilch unterrühren, 2 min leicht aufkochen und mit einem Klecks Crème fraîche, Lauchzwiebelringen und Chilifäden servieren.

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Rezept-Inspiration: „Quitten-Kochbuch“ – bei Gudrun & Michael in Reutlingen entdeckt. Danke!

Weitere Quittenrezepte und schöne Fotos gibt es bei Rosen kocht!  – Vorbeischauen lohnt sich.

 

Frühlingssuppe: Bärlauchsuppe mit Kokosmilch

Bärlauch – Der wilde Bruder des Knoblauchs

Die Saison ist eröffnet! Der Bärlauch zählt mit seinem knoblauchartigen Aroma zu den  Highlights des Frühlings. Ob Bärlauch-Pesto oder Bärlauch-Butter – dieses heimische Wildkraut ist vielseitig, wunderbar würzig und gesund!

Die ersten zarten Blätter zeigt er bereits im März. Er wächst vor allem an schattigen Plätzen auf feuchten Waldböden. Ab Mai beginnt der Bärlauch zu blühen und die Erntezeit endet dann bald.

Heute gibt es eine leckere Suppe mit exotischem Kick. Milder, leicht bärlauchiger Geschmack, einfach und schnell zubereitet! Und wenn man noch Butterschmalz durch Öl ersetzt, hat man sogar eine vegane Bärlauch-Suppe!

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ZUTATEN

250 g Bärlauch

2 EL Butterschmalz

2 Kartoffeln, ca. 200 g, gewürfelt

1 Schalotte, ca. 50 g, gewürfelt

600 ml Gemüsefond

100 ml Kokosmilch

S+P

1 Spritzer Zitrone

Optional: Mit einigen klein gehackten Bärlauchblättern und gerösteten Brotwürfeln servieren!

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ZUBEREITUNG

Butterschmalz in einem Topf auslassen. Die Schalotte darin kurz anschwitzen, dann die Kartoffelwürfel dazugeben und kurz mitrösten. Mit Gemüsefond ablöschen und ca. 20 min köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Bärlauchblätter gut waschen, grob zerkleinern und dazugeben. Die Kokosmilch unterrühren und ca. weitere 5 min köcheln lassen. Die Suppe pürieren und mit einem Spritzer Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Guten Appetit!

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Herbstlich genießen: Pastinakensuppe mit gerösteten Sonnenblumenkernen

Comeback: Ein altes Wintergemüse neu entdeckt!

Lange war die Wurzel in Vergessenheit geraten – längst ist die Pastinake wieder im kulinarischen Trend, dank den Bio-Landwirten. Das Wurzelgemüse schmeckt wunderbar gemüsig, würzig. etwas nussig und hat eine leicht süßliche Note. Mit Pastinaken lassen sich cremige und feine Suppen zaubern! Aber auch ein herbstliches Ofengemüse, Püree, ein aromatisches Wurzelgemüse ……

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 ZUATATEN

500 g Pastinaken

1 Kartoffel, gewürfelt

2 Zwiebeln, fein gewürfelt

1 grüne Peperoni, gewürfelt

2 EL Butterschmalz

600-700 ml Gemüsefond

2 EL Zitronensaft

1 EL Senf

Salz + Pfeffer

3 EL Sonnenblumenkerne

2 Zweige glatte Petersilie

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ZUBEREITUNG

Die Pastinaken schälen und grob würfeln. Butterschmalz in einem Topf zerlassen. Die Pastinaken zusammen mit den Zwiebeln dazugeben und glasig andünsten. Die Kartoffel-  und Peperoniwürfel dazugeben und weitere 3-4 Minuten mitdünsten. Mit dem Fond ablöschen, Senf dazugeben, verrühren und ca. 15 Minuten kochen lassen. Zitronensaft dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit die Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne kurz rösten.

Die Suppe pürieren. Evtl. durch ein feines Sieb passieren. Mit gerösteten Sonnenblumenkernen und Petersilienblättchen servieren!

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Guten Appetit!

 

 

Spinatsuppe mit Kokosmilch, Knoblauchsrauke & Wachtelei

Oh, wie schön grün ist der Blattspinat. Das grüne Kraftgemüse mit Popeye-Effekt hat gerade Saison.

Er ist ein Frühlingsbote, der junge Spinat: sattes Grün, sehr aromatisch, kalorienarm und vielseitig einsetzbar: ob als Pastafüllung, in Aufläufen, Gemüse, in einer Quiche oder Tarte versteckt oder wie hier – als cremige Suppe und mit Kokosmilch verfeinert.

Direkt vom Stadtbauernhof in den Topf – frischer geht es nicht.  Eine leckere Gemüsesuppe, die nach 25 min zum Löffeln bereitsteht.

Feld mit Blattspinat Stadtbauernhof Saarbrücken DSC00223a.JPGFeld mit Blattspinat – Stadtbauernhof Saarbrücken

ZUTATEN für 2 – 4 Portionen

250 – 300 g Spinat (gewaschen und ohne Stiele)

2 Kartoffeln (150 g)

2 Schalotten

4-8 Wachteleier

120 ml Weißwein

150 ml Kokosmilch

450 ml Gemüsefond

2 EL Ghee

1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

Einige Spritzer Zitronensaft

ca. 8 – 10 Knoblauchsrauke-Blättchen

Salz und Pfeffer

Einige Knoblauchsrauke-Blüten zum Dekorieren

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ZUBEREITUNG

Zunächst den Spinat waschen, die Stiele abschneiden und max. 1 min in kochendem Salzwasser blanchieren, abseihen und mit eiskaltem Wasser abschrecken. Den Spinat abtropfen lassen und das restliche Wasser mit der Hand auswringen.

Schalotten und Kartoffeln schälen und würfeln. Ghee in einem Topf zerlassen und die Schalotten darin glasig dünsten. Kartoffelwürfel zugeben und kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Gemüsefond zugießen. Kurz aufkochen und zugedeckt bei  mittlerer Hitze 15 min köcheln lassen. Wenn die Kartoffeln weich sind, Kokosmilch und Spinat zugeben und weitere 3 bis 4 min bei schwacher Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Wachteleier in kochendem Wasser ca. 3 min kochen. Anschließend in Eiswasser oder unter kaltem fließendem Wasser abschrecken. Zitronensaft, eine Prise Muskatnuss und die Blättchen der Knoblauchsrauke dazugeben und die Suppe pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Wachtelei und einer Blüte der Knoblauchrauke servieren.

Et Voilà!

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Cremige Posteleinsuppe – Portulaksuppe

Es grünt so grün …

Ich mag Suppen! Und so landet der Postelein heute in der Suppe. Postelein – was ist denn das schon wieder?! Die Auflösung kommt hier: Postelein – auch bekannt als Portulak/Winterportulak, Kuba-Spinat, zählt zu dem ersten essbaren Grün, das im Frühling im Freiland geerntet wird. Man erntet ihn vor der Blüte, denn dann werden seine Blätter bitter. Gesund ist er auch noch: er enthält viel Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren.

Er hat einen erfrischenden, fein säuerlichen und leicht nussigen Geschmack. In der Suppe entfaltet er einen feinen spinatigen Geschmack. Aber er kann viel mehr als Suppe! Die herzförmigen, fleischigen Blätter inclusive der Stängel können als Salat (gab es letzte Woche: Postelein mit Feldsalat und Asiasalat gemischt – lecker!) oder Gemüse gegessen werden. Gehackte Blätter kann man als frisches Gewürz verwenden. In grünen Smoothies macht er sich hervorragend –  so lässt er sich demnächst auch hier blicken. Aber heute kommt er in die Suppe!

Eins mag er nicht: Postelein mag keine langen Wartezeiten! Man sollte ihn nach der Ernte innerhalb 2-3 Tagen aufbrauchen.

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ZUTATEN für 2 Personen

200 g Postelein

2 Kartoffeln (ca. 150 g)

1-2 Schalotten (ca. 50 g )

1-2 EL Butterschmalz

120 ml Weißwein

400 ml Bio-Gemüsefond

100 ml Sahne

1 Spritzer Zitronensaft

Salz und Pfeffer

1 Miniprise Muskatnuss

Crème fraîche

Knusprige geröstete Chorizo-Chips

einige Postelein-Blättchen in Streifen schneiden

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ZUBEREITUNG

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Butterschmalz in einem Topf erhitzen und und die Schalotte darin andünsten. Kartoffelwürfel dazugeben, kurz mitdünsten und mit dem Wein ablöschen. Dann die Brühe hinzugeben, Deckel darauf und alles bei mittlerer Hitze ca. 10 min zart köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Postelein waschen, putzen (Wurzelbunde abschneiden), trocknen und einige Blätter zum Garnieren beiseite legen. Nach ca. 10 min den Postelein und die Sahne dazugeben, gut verrühren und weitere 10 min zart köcheln lassen. Anschließend die Suppe pürieren. Mit Salz, Pfeffer + Muskatnuss abschmecken. Mit Crème fraîche und gehackten Posteleinblätter oder gerösteten Chorizostückchen garnieren.

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Schwarze Rettich Suppe – Winterrettichsuppe

Mit einer köstlichen Wintersuppe im Suppenglück!

Wenn es draußen kalt ist, freue ich mich über eine warme Suppe. Die besondere Note gibt ihr hier u.a. der Schwarze Winterrettich.

Schwarzer Rettich, ein Außenseiter?! Ja leider, nur wenige kennen ihn. Auch ich habe ihn erst kürzlich auf dem Stadtbauernhof (https://stadtbauernhof.org/) kennengelernt. Und unbekannte Flugobjekte Gemüsesorten landen bei mir ja bekanntlich zuerst einmal in der Suppe. Wie sein Name schon sagt, hat der Schwarze Winterrettich seine Saison in der kalten Jahreszeit. Schick in Schale: tief dunkelbraun bis schwarz, so präsentiert er sich.

Er hat einen sehr würzigen Geschmack, eine leichte Schärfe und er kann mehr als nur Suppe: als Brotbelag, Gemüse, Salat, hilft in Form von Saft bei Husten und Heiserkeit. Und ist ein zuverlässiger Lieferant von Vitamin C und soll entwässernd wirken. Also, ran an den Schwarzen Rettich.

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ZUTATEN

800 g Schwarzer Rettich, schälen und in Würfel schneiden

300 g Kartoffeln, schälen und in Würfel schneiden

1 Zwiebel (ca. 50 g), schälen und klein hacken

1 kleine Knoblauchzehe, schälen und klein hacken

50 g Pastinake, schälen und klein hacken

2 EL Butterschmalz

700 ml Wasser +3 EL Bio-Gemüsebrühe (Würze)

oder 700 ml Gemüsefond (wer es nicht so cremig mag nimmt etwas mehr Wasser oder Gemüsefond))

80 ml Noilly Prat

150 ml Sahne oder Milch

Etwas Zitronensaft

Salz, Pfeffer

Chilifäden und Schnittlauchröllchen zum Garnieren

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ZUBEREITUNG

Butterschmalz erhitzen. Kartoffeln, Zwiebel, Knoblauch, Pastinake und Rettich darin andünsten. Mit Noilly Prat ablöschen. Mit Wasser aufgießen, die Gemüsebrühe zugeben und ca. 20 min köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Sahne oder Milch zugeben. Alles verrühren und Zitronensaft zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Chilifäden und Schnittlauchröllchen garnieren.

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Nachmachen wärmstens empfohlen 🙂

 

 

Rote Bete Suppe mit Apfel & on top Gemüsechips

Rote Bete ON AIR!

Ich gebe offen zu – ich konnte Rote Bete nie leiden. Der etwas erdige Geschmack war mir einfach zu intensiv. Doch so geht es wohl vielen – sie wird entweder geliebt oder auch nicht. Dazwischen gibt es nichts. Mittlerweile liebe ich sie. Mit der richtigen Zu- und Verarbeitung ist sie echt lecker. Vakuumverpackt schmeckt sie nicht so gut.

Schreck, laß nach … wird manch eine(r) denken … schon wieder Rote Bete! Aber wenn die Rote Bete die Chance hat ins Radio zukommen – na dann los! SR 3 Reporterin Barbara Grech war zu Gast bei Coconut&Cucumber und wir haben 3 Rote Bete Gerichte zubereitet:

Rote Bete mit Mozzarella – Caprese, Rezept hier

Rote Bete Carpaccio mit Ziegenfrischekäse und Kürbiskernen, Rezept hier

Und last but not least eine Rote Bete Suppe mit Apfel & on top Gemüsechips!

Zu hören am Samstag, 07.01.2017, zwischen 11:20 und 11:40 Uhr auf SR 3 Saarlandwelle in der Sendung Bunte Funkminuten, ein Service-Magazin am Vormittag im Saarland. Hier wird auch u.a. gekocht, im Serviceteil “Kappes, Klöße, Kokosmilch“. Zu empfangen über Digitalradio 9A oder SR 3 Saarlandwelle Frequenz 95,5 MHz.

ZUTATEN für 4-6 Portionen

500 g Rote Bete

1-2 rote Zwiebeln (ca. 100 g), klein gehackt

1 Knoblauchzehe, klein gehackt

2 säuerliche Äpfel (ca. 200 g)

1 EL Butterschmalz oder Öl

250 – 300 ml Apfelsaft naturtrüb

250 ml Wasser

2 EL Bio-Gemüsebrühe (Würze)

130 ml Milch

1 EL Crème fraîche

1 Spritzer Zitronensaft

Salz, Pfeffer

Bio-Gemüsechips und etwas Crème fraîche zum Garnieren

ZUBEREITUNG

Die Rote Bete kochen, schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in grobe Stücke schneiden.

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Öl oder Schmalz im Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch kurz anschwitzen, dann die Rote Bete und Äpfel zugeben und weitere 3 min mitdünsten. Apfelsaft, Wasser und die Gemüsebrühe zugeben und verrühren. Kurz aufkochen und dann ca. 15-20 min köcheln lassen bis die Rote Bete und die Äpfel gar sind. Die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und 1 Spritzer Zitronensaft zugeben. Milch und 1 EL Crème fraîche zugeben und nochmals kurz aufkochen. Anschl. die Suppe durch ein Sieb schlagen (passieren), dann wird sie sehr cremig und fein.

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Die Suppe ist auch schon vor dem Passieren genießbar 🙂 – nur etwas dickflüssiger.

Mit einem Klecks Crème fraîche und Gemüsechips servieren.

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… selbst ausgelöffelt ist der leere Teller ein kleines farbenfrohes Kunstwerk:-)

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Viele Grüße aus der Küche!